Aus der Reihe "Bergstein I und II"

2017, Bleistift auf Papier, 21 cm x 28,2 cm

Seit 2015/16 beschäftige ich mich zeichnerisch immer wieder mit Steinen, die ich im primär urban geprägten Alltag finde. Es ist die auf den ersten Blick erscheinende Einfachheit, die mich fasziniert, weil sich bei näherer Betrachtung hinter dieser Einfachheit ein unerschöpflicher Fazettenreichtum der Erscheinungsformen, eine Komplexität in Form und Struktur, die im Sediment gebundene Erdgeschichte und damit „gebundene, kristalline“ Zeit verbirgt. Ich setze mich mit den Steinstrukturen und -formen, der Wahrnehmung als sinnliche Erfahrung und dem Thema der Zeit auseinander. Stift und Hand als Seismografen leisten dabei wichtige Übersetzungsarbeit. Der Werkprozess ist offen, experimentell und assoziativ angelegt. Zufälliges findet Raum. Es zeigen sich überraschende, unerwartete Ereignisse. Dabei ist es die Vielfältigkeit innerhalb der Bildfindung, die mich im prozessorientierten Arbeiten interessiert. Jede Zeichnung steht für einen singulären Moment innerhalb des Werkprozesses.

Entstanden sind Momentaufnahmen einer Spurensuche, Versuche des Erfassens von visuellen und taktilen Bewegungsmomenten an Steinoberflächen und -formen. Die dynamischen Zeichnungen laden gleichzeitig zum schauenden Innehalten ein. Bewegung und Ruhe bilden in den komplexen, abstrakten, auch expressiven Zeichnungen starke Spannungsbogen. Die singulären, eigenständigen Bildwelten loten visuelle und zeichnerische Grenzen aus, stellen Sehgewohnheiten in Frage und ermöglichen als weitläufige Assoziationsfelder neue Bezugnahmen und Betrachtungsweisen.




Stella Pfeiffer, Aus der Reihe

Aus der Reihe "Bergstein II", 2017, Bleistift auf Papier, 21x28,2 cm



Aus der Reihe "Bergstein II", 2017, Bleistift auf Papier, 21x28,2 cm



Aus der Reihe "Bergstein I"

2016, Bleistift auf Papier, 21 cm x 28,2 cm

 

Stella Pfeiffer, Aus der Reihe

Aus der Reihe "Bergstein I", Bleistift auf Papier, 21 cm x 28,2 cm



Aus der Reihe "Bergstein I", Bleistift auf Papier, 21 cm x 28,2 cm